alle Jahre wieder – good vibes version

Erster Advent. Nach den schwermütigen Gedanken im letzten Beitrag passend zum Tag, die erste Kerze zu entzünden, diesmal Erhellenders – der zuletzt in Mitleidenschaft gezogene WDR macht es möglich.

Während die holde Gattin im Kreise ihrer Freundinnen dem zur Tradition gewordenen verlängerten Wellness Wochenende frönt, beginnt mein Tag besinnlich. Gedankenkarussell nach dem Aufstehen. Genieße es. Fast wie auf Tour, nur dass ich mich an diesem Morgen nicht aus dem Schlafsack im Zelt befreie, sondern nach dem Aufschlagen der Bettdecke, Gang ins Bad sowie Konsultation des Bäcker mit dem Einkauf vor dem Fernseher niederlasse, was an sich eher ungewöhnlich ist. Der Blick in die elektronische Programmübersicht lohnt sich. TV-Morgenandacht auf ARD? Könnte neue Inspiration liefern, doch die Rundfunkanstalt des Landes hat etwas, das mich vom Titel her mehr anspricht.

Jazzline – Jazzfestival Viersen 2016

Wusste gar nicht, dass der Ort am Niederrhein derartig kulturell veranlagt ist. Muss ich nächste Woche mal den dort lebenden Gandi drauf ansprechen, seines Zeichens zweimaliger ehemaliger Arbeitskollege, Namensvetter, nicht ganz unbeteiligt am Titel dieses Blogs, der Einschätzung nach aber eher weniger Musik interessiert. Dem Videotext zumindest entnehme ich erst einmal, dass die Veranstaltung ihr 30. Jubiläum zelebrierte, immerhin fand das Geschehen bereits im September statt. Kann man mal sehen, was sich da so vollkommen unbemerkt in der weitläufigeren Nachbarschaft tut …

Was ich zu sehen und zu hören bekomme macht Spaß. Ruhige, unaufgeregte Klänge, vielseitige (ja, auch saitige) Interpretationen abseits des Mainstreams mehr oder weniger großer Besetzungen. Laut Hinweistext des Senders zu den Aufzeichnungen vereint das Festival auf sympathische Weise die Liebe zur Improvisation mit dem Spaß an Soul, Funk und Pop, nachdem es sich im Laufe der Zeit neu erfunden hat. Obgleich ich hinsichtlich der Chronologie nicht mitreden kann, trifft der Satz die Sache ganz gut. Auch eine gewisse Portion Fusion kommt nicht zu kurz, möchte mich damit aber nicht zum Musikkritiker erheben, sondern lieber genießen, was mir da zu Ohren gebracht wird. Wer sich für dergleichen begeistern kann, dem empfehle ich einen Klick auf die Mediathek des WDR oder andere Seiten im Netz, die möglicherweise ebenfalls das Dargebotene auf Abruf parat halten.

Muss also nicht alles traurig stimmen, was im Rhythmus einer Umrundung unseres Planeten um die Sonne seine Wiederholung findet. Können die Leute mit den komischen Jacken also ohne mich wieder nach Hause gehen.

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Autor: Pruedi

Baujahr 1963, männlich, verheiratet, Informatiker

3 Kommentare zu „alle Jahre wieder – good vibes version“

      1. Wo man hin kann, wenn man sein Geld für Pilze ausgegeben hat, anstatt eine Karte für ein gutes Konzert zu kaufen. Und auf einmal setzt sich jemand ans Klavier, der sieht nicht nur aus wie Helge Schneider, sondern ist es auch und kann richtig gut spielen. Schöne Kneipe.

        Gefällt 1 Person

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